Dual-Airport Dübendorf-Kloten
Hirngespinst oder demnächst Realität?

Offiziell wird ein solches Projekt weder von der Unique noch vom Regierungsrat bestätigt. Setzt man jedoch die heute vorliegenden Fakten wie in einem Puzzle zu einem Ganzen zusammen, wird ersichtlich, dass in Wirklichkeit die Voraussetzungen für einen Dual-Airport Dübendorf-Kloten systematisch vorbereitet werden.  
 


Puzzlestein 1:

Die Aufhebung des Militärflugbetriebs in Dübendorf erfolgt um Jahre früher als geplant.  


Puzzlestein 2:

Die Schallschutzmassnahmen im Umfeld des Flughafens Dübendorf werden (mit Geldern des Bundes) zügig vorangetrieben, obwohl seit Jahren bekannt ist, dass der Militärflugbetrieb in absehbarer Zeit aufgehoben wird.  

          


 

Puzzlestein 3:  

Mit der Leistungsfähigkeit der im Bau befindlichen Glattalbahn wird diese im Endausbau zur Nabelschnur zwischen den beiden Flughäfen Kloten und Dübendorf. Der Antrag des Regierungsrats vom 26.11.03 lässt darüber keine Zweifel. Gestützt auf den regionalen Richtplan erwirkt er in der Gemeinde Wangen-Brüttisellen (Karte grüner Bereich) faktisch ein Baustopp mit dem Hinweis,  dass in diesem Bereich eine vorsorgliche Trasseesicherung mit zwei Haltestellen für die geplante Verlängerung  der Glattalbahn vorgesehen ist.

Puzzlestein 4:

Die Skyguide baut auf dem Gelände des Flughafens Dübendorf ein regionales Kontrollzentrum für die Flugsicherung

"Die Integration der zivilen und militärischen Flugsicherung verfolgt zwei Ziele: erstens die Erhöhung der Kapazität des schweizerischen Luftraumes und zweitens die Realisierung von Synergien und die Vermeidung von Doppelspurigkeiten." (Paul Kurrus, Nationalrat - Wintersession 2002 - Siebente Sitzung - 04.12.02-11h35)

 

    

Puzzlestein 5:

Die Gesamtprojektleitung sowohl für die Arbeiten der 5. Bauetappe Flughafen Zürich-Kloten als auch für den Bau der Glattalbahn liegt in den Händen des gleichen Unternehmens, der Beta Projekt Management AG.

Puzzlestein 6:

Unique beantragt - angeblich aus Gründen der Sicherheit - dass der Left Turn bei Starts auf der Piste 16 Richtung Süden mit einer erweiterten Kurve geflogen wird. In Wirklichkeit führt der heute geflogene Left Turn direkt über den Flughafen Dübendorf. Mit einem erweiterten Left Turn (anklicken) über Schwammendingen, Gockhausen, Schwerzenbach und Greifensee wird erreicht, dass bei künftigen An- und Abflügen auf dem Flughafen Dübendorf keine Konflikte entstehen.  

Fazit

Der Dual-Airport Dübendorf-Kloten ist Fluglärmverteilung, so wie es die Befürworter einer unbegrenzten Expansion verstehen. Ihr einziges Ziel ist es, die Kapazität des Flugbetriebs im Raum Zürich um jeden Preis zu erhöhen. Die AFZL wird alles unternehmen, um diese Entwicklung zu verhindern.